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    <title>nullkommanichts (Rubrik:vps)</title>
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    <dc:publisher>komma.vorbei</dc:publisher>
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    <title>nullkommanichts</title>
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  <item rdf:about="http://nullkommanichts.twoday.net/stories/600945/">
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    <description>&lt;img width=&quot;115&quot; height=&quot;120&quot; title=&quot;&quot; class=&quot;left&quot; align=&quot;left&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/nullkommanichts/images/mickey.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;b&gt;uaaahhhhh, kreiiiiisch, aarrrrrgh, wimmmmmer, .........&lt;br /&gt;
&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Entschuldigen Sie bitte diese Entlehnung aus der Comicsprache gleich zu Beginn dieses Textes, aber es gibt einfach Momente im Leben eines Mannes, in denen sich Aggression gepaart mit tiefer Frustration so pl&amp;ouml;tzlich entladen, dass der Duden-Inhalt zu einer angemessenen Beschreibung der Dramatik der Situation nicht ann&amp;auml;hernd in der Lage ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus gegebenem Anlass m&amp;ouml;chte ich mich heute speziell an die weiblichen Besucher dieses Blogs wenden. Geh&amp;ouml;ren Sie, liebe Leserin, zu den 3% der femininen deutschen Bev&amp;ouml;lkerung, die in der Lage sind, selbst&amp;auml;ndig einen Videorecorder zu programmieren? Wenn ja, haben Sie damit zun&amp;auml;chst einmal einen klaren Selektionsvorteil - darwinistisch betrachtet. Denn &lt;i&gt;Sie&lt;/i&gt; sind in der Lage Ihre Lieblingsbeziehungskom&amp;ouml;die aufzuzeichnen, weil &lt;i&gt;er&lt;/i&gt; gleichzeitig &amp;#8222;ran spezial&amp;#8220; gucken m&amp;ouml;chte. Sie kennen ja &lt;i&gt;seine&lt;/i&gt; Vorliebe f&amp;uuml;r Fu&amp;szlig;ball und Sie kennen &lt;i&gt;Ihre&lt;/i&gt; Liebe zu Richard Gere. Egal wer von ihnen wegen mangelnder Aufzeichnungsm&amp;ouml;glichkeit auf sein Programm verzichten m&amp;uuml;sste, die Stimmung w&amp;auml;re auf jeden Fall f&amp;uuml;r den Rest des Abends und f&amp;uuml;r s&amp;auml;mtliche Arten von Fortpflanzungsaktivit&amp;auml;t zerst&amp;ouml;rt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dummerweise warf uns die Evolution zus&amp;auml;tzlich Kn&amp;uuml;ppel zwischen die Beine als sie die Sendezeit hervorbrachte. Genau gesagt, die nicht eingehaltene Sendezeit. Was nutzen die besten Programmierkenntnisse, wenn der Sender sich mit der Ausstrahlung nicht an die im Programmheft abgedruckte Zeit h&amp;auml;lt. Oder noch schlimmer: diese gleich falsch angibt. Wenn Sie n&amp;auml;mlich der Meinung sind, im TV-Magazin w&amp;auml;ren die Anfangs- und Endzeiten eines Filmes angegeben, haben Sie sich schwer get&amp;auml;uscht. Sie als Zuschauerin sollen n&amp;auml;mlich gar nicht den Film gucken, sondern die &lt;i&gt;Werbung&lt;/i&gt;.&lt;img width=&quot;234&quot; height=&quot;184&quot; title=&quot;&quot; class=&quot;right&quot; align=&quot;right&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/nullkommanichts/images/tvwerbung.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt; Also werden die Zeiten angegeben, zu denen die Werbung beginnt und endet. Auch das w&amp;auml;re kalkulierbar und somit verzeihlich, wenn die Privatsender bei der Berechnung der Sendezeiten nicht Praktikanten besch&amp;auml;ftigten, die, der deutsche Bildungsnotstand l&amp;auml;sst gr&amp;uuml;&amp;szlig;en, des Rechnens, des logischen Denkens und besonders der Verbindung beider absolut unkundig sind. Da werden einfach Anfangszeit der Werbung und L&amp;auml;nge des Films addiert und vergessen, dass es auch und besonders &lt;i&gt;w&amp;auml;hrend&lt;/i&gt; der Ausstrahlung zu konsumauffordernden Unterbrechungen kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;120&quot; height=&quot;175&quot; title=&quot;&quot; class=&quot;left&quot; align=&quot;left&quot; hspace=&quot;6&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/nullkommanichts/images/spurlos.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;Stellen Sie sich also folgende filmische Situation vor: der Held unseres Films hat gerade achtundneunzig Minuten damit verbracht, seine Frau aus den H&amp;auml;nden von Gewaltverbrechern zu befreien und ist nun mit ihr, durch die W&amp;uuml;ste von Nevada rasend, auf der Flucht. Gejagt werden sie von &amp;uuml;blen Halunken in schweren Lastwagen. Das Fahrzeug des Paares ger&amp;auml;t auf einer schmalen Br&amp;uuml;cke au&amp;szlig;er Kontrolle, stellt sich quer und ist man&amp;ouml;vrierunf&amp;auml;hig. Einer der Schurken rammt mit seinem Truck den PKW und beginnt ihn vor sich her, in Richtung Abgrund zu schieben. Die Reifen quietschen, blankes Entsetzen in den Gesichtern - und .... &lt;b&gt;poff&lt;/b&gt;! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;204&quot; height=&quot;126&quot; title=&quot;&quot; class=&quot;right&quot; align=&quot;right&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/nullkommanichts/images/hanomag.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;Wie? &amp;#8222;&lt;i&gt;poff&lt;/i&gt;&amp;#8220;??, was! &amp;#8222;&lt;i&gt;poff&lt;/i&gt;&amp;#8220;?? das kann doch nicht das Ende sein!!! Ein kurzes Flimmern und das Bild ist wieder da. Puhhh, Gl&amp;uuml;ck gehabt. Aber was ist &lt;i&gt;das&lt;/i&gt;? Wieso f&amp;auml;hrt Olli Klatt jetzt mit seinem alten Hanomag durch die Lindenstra&amp;szlig;e w&amp;auml;hrend Else Kling laut zeternde hinter ihm her l&amp;auml;uft. Liegt die Lindenstra&amp;szlig;e in Nevada? Oder hatte ich die Szenerie des Spielfilms verwechselt und Jeff Bridges wurde in Wahrheit von einem alten Hausdrachen durch die K&amp;ouml;lner Filmkulisse einer Vorabend-Soap gehetzt???&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich auch nur halbwegs in der Lage war, wieder einen klaren Gedanken fassen zu k&amp;ouml;nnen, fragte ich mich, was wohl schlimmer sei: statt des Endes eines Films einen schwarzen Bildschirm zu sehen oder auch noch einen gruseligen Ausschnitt einer Serie pr&amp;auml;sentiert zu bekommen, die irgendwann einmal auf der gleichen Videokassette gespeichert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;120&quot; height=&quot;120&quot; title=&quot;&quot; class=&quot;left&quot; align=&quot;left&quot; hspace=&quot;6&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/nullkommanichts/images/brueckenamfluss2.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;Nun, ich merke schon, werte Leserin, angesichts meines Beispiels aus dem Genre der Action-Filme ist Ihnen die Dramatik des Geschehens noch nicht ganz bewusst. Daher vielleicht ein anderes Beispiel, um Ihnen das Einf&amp;uuml;hlen in dererlei Situationen zu erleichtern: Robert , Fotograf, und Francesca, die Frau eines Farmers, der mit den Kindern f&amp;uuml;r ein paar Tage zu einer Viehauktion gefahren ist, verlieben sich und verbringen wundersch&amp;ouml;ne Stunden miteinander. Als ihr Mann zur&amp;uuml;ckkehrt bittet Robert Francesca mit ihm zu gehen. Sie ist von Zweifeln zerfressen, entscheidet sich aber bei ihrem Mann zu bleiben. Ein paar Tage sp&amp;auml;ter steht Robert pl&amp;ouml;tzlich an einer Kreuzung im Auto vor Ihr. Sie sitzt neben ihrem Mann, weint und weint (und weint), hat die Hand am T&amp;uuml;rgriff, um vielleicht doch zu ihrem Geliebten zu eilen - und .... &amp;#8222;poff&amp;#8220;. Ein kurzes Flimmern und Clint Eastwood fl&amp;uuml;chtet im roten Ferrari &amp;uuml;ber den N&amp;uuml;rburgring!? Nun? Wie f&amp;uuml;hlen Sie sich bei der Vorstellung ??? M&amp;ouml;chten Sie schreien ? oder wissen Sie nicht, ob Sie aus Verzweiflung sich, ihren Mann oder den Fernseher aus dem Fenster st&amp;uuml;rzen sollen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibt die Frage, wie sich solche Pannen vermeiden und damit die Fortpflanzung und der Fortbestand der Menschheit sichern lassen! Zwei M&amp;ouml;glichkeiten bieten sich an. Die erste: sie schauen nur noch &amp;ouml;ffentlich-rechtliche Liebesfilme. Die senden n&amp;auml;mlich h&amp;auml;ufig den  VPS-Code mit, der die Aufnahme auch bei Ver&amp;auml;nderungen der Sendezeiten garantieren soll. &lt;img width=&quot;120&quot; height=&quot;90&quot; title=&quot;&quot; class=&quot;right&quot; align=&quot;right&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/nullkommanichts/images/ranicki.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;Wie gesagt: soll, denn erstens kann das Signal w&amp;auml;hrend der Aufzeichnung abrei&amp;szlig;en (und damit auch der Film) oder Sie vertippen sich beim Eingeben der Anfangszeit um nur eine Minute und haben dann den meckernden Reich-Ranicki mit einer Kritik des Buches &amp;#8222;Bis das Hirn schmilzt&amp;#8220; statt des herzerweichenden Nicolas Cage in &amp;#8222;Stadt der Engel&amp;#8220; auf dem Band !&lt;br /&gt;
Die zweite und mir am Sichersten erscheinende M&amp;ouml;glichkeit: nehmen Sie pro Aufzeichnung eine eigene Videokassette, geben Sie als Startzeit 60 Minuten vor ausgewiesenem Filmbeginn ein, als Endzeit 90 Minuten danach. Bevor Sie den Film anschauen, vergewissern Sie sich zur Sicherheit noch, ob der Schluss auch wirklich aufgenommen wurde. Spulen Sie dazu einfach 100 Minuten des Bandes zur&amp;uuml;ck und gucken Sie das Ende des Films. Legen Sie sich vorher gen&amp;uuml;gend Taschent&amp;uuml;cher bereit, denn Sie haben keine Zeit, sich &lt;i&gt;langsam&lt;/i&gt; darauf vorzubereiten Mac Ryan in den Armen des Engels sterben zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;229&quot; height=&quot;85&quot; title=&quot;&quot; class=&quot;center&quot; align=&quot;center&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/nullkommanichts/images/videorecorder1.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Nun, da Sie das Ende ja schon kennen, k&amp;ouml;nnen Sie sich den Beginn des Films eigentlich auch sparen und mit der gewonnenen Zeit Ihren evolutionstheoretischen Selektionsvorteil zur Erhaltung der Art nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Viel Vergn&amp;uuml;gen!&lt;br /&gt;
&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>komma.vorbei</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 komma.vorbei</dc:rights>
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