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Wie die meisten Menschen, so verbringe ich fast täglich eine gewisse Zeit auf dem Klo. Und wie zumindest viele Menschen langweilt mich das entsetzlich. Also überlege ich mir vorher, wie ich die Zeit sinnvoll verbringen kann, um nicht zum zehnten Mal auf die Lektüre der Schampooflaschenrückseite angewiesen zu sein.
Als sehr geeignet hat sich da die Kolumne des Herrn Martenstein erwiesen. Die ist leicht verdaulich und hat die richtige Länge. Ich weiß nicht, ob der Herr Martenstein begeistert darüber wäre, wüsste er, dass die Produktion seines Geistes quasi zum Bestandteil meines Verdauungsprozesses wird, aber auf der anderen Seite kann der Mensch am oberen Ende seines Körpers gerade dann viel aufnehmen, wenn er unten Platz gemacht hat!
Man tut übrigens gut daran, zur Sicherheit zwei Ausgaben der „Lebenszeichen“ mitzunehmen – dann muss man allerdings auch wieder 14 Tage warten, bis Nachschub verfügbar ist. Oder man nimmt den Rest der „Zeit“ auch noch mit – dann kann es allerdings eine sehr lange Sitzung werden und tiefe Ränder an den Oberschenkeln hervorrufen.
Ich habe mich früher immer gefragt, wie wohl Blinde die Zeit auf dem Klo verbringen. Mittlerweile gibt es ja ausgewählte Artikel der „Zeit“ auch als MP3-Datei und die sind per USB-Player auch leicht zu transportieren, aber was war davor? Da gab’s doch nur Bücher in Blindenschrift und die konnte man, angesichts ihres Umfangs, kaum transportieren.
Zu dieser Zeit muss in einer Toilettenpapierfabrik jemand darauf gekommen sein, dass man Geschichten in Blindenschrift auf die Klorollen drucken könnte. Und weil diese Rollen nicht nur praktisch für Blinde, sondern auch noch billig in der Herstellung sind, findet man sie heute auf Toiletten vieler öffentlicher Einrichtungen und bei Arbeitgebern, denen ihre Angestellten nicht viel Wert sind. Denn die Noppen der Blindenschrift haben einen entscheidenen Nachteil: sie fräsen sich bei der nichtliterarischen Benutzung ins sensibelste Fleisch!
Und so hoffe ich immer wieder, dass der Herr Martenstein ein paar mehr Zeilen für seine Kolumne übrig hat, damit das schmerzhafte Ende der Sitzung etwas später kommt.
Als sehr geeignet hat sich da die Kolumne des Herrn Martenstein erwiesen. Die ist leicht verdaulich und hat die richtige Länge. Ich weiß nicht, ob der Herr Martenstein begeistert darüber wäre, wüsste er, dass die Produktion seines Geistes quasi zum Bestandteil meines Verdauungsprozesses wird, aber auf der anderen Seite kann der Mensch am oberen Ende seines Körpers gerade dann viel aufnehmen, wenn er unten Platz gemacht hat!
Man tut übrigens gut daran, zur Sicherheit zwei Ausgaben der „Lebenszeichen“ mitzunehmen – dann muss man allerdings auch wieder 14 Tage warten, bis Nachschub verfügbar ist. Oder man nimmt den Rest der „Zeit“ auch noch mit – dann kann es allerdings eine sehr lange Sitzung werden und tiefe Ränder an den Oberschenkeln hervorrufen.
Ich habe mich früher immer gefragt, wie wohl Blinde die Zeit auf dem Klo verbringen. Mittlerweile gibt es ja ausgewählte Artikel der „Zeit“ auch als MP3-Datei und die sind per USB-Player auch leicht zu transportieren, aber was war davor? Da gab’s doch nur Bücher in Blindenschrift und die konnte man, angesichts ihres Umfangs, kaum transportieren.
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Klopapier, 2lagig mit |
Und so hoffe ich immer wieder, dass der Herr Martenstein ein paar mehr Zeilen für seine Kolumne übrig hat, damit das schmerzhafte Ende der Sitzung etwas später kommt.
komma.vorbei - 31. Aug, 07:03






Bei dem ganzen Ratzi-Getöse gerät fast völlig in Vergessenheit, dass in Deutschland Wahlkampf herrscht. Gelegentlich wundert man sich nur darüber, dass die neue Frisur von Angela auf Plakaten öfter zu sehen ist, als die Kopfbedeckung des Papstes. Ich liebe ja diese megagroßen Plakate, auf denen sich außer einem Foto eines Spitzenkandidaten nichts, oder jedenfalls nichts interessantes befindet. An solchen Schildern lässt es sich auch mit überhöhter Geschwindigkeit vorbeifahren, ohne, dass die Aufmerksamkeit von der Straße abgelenkt wird.
Gemein sind dagegen diese kleinen Plakate. Meist ist ja auch darauf nur ein gruseliges Portrait zu sehen, aber besonders die Splitterparteien versuchen gelegentlich auch Inhalt zu transportieren. Oder die Jugendorganisationen der großen Parteien werben hier, da sie sich große Plakate nicht leisten können. Und das kann dann wirklich zu Beinahe-Unfällen führen. So geschehen, als ich heute Abend mit dem Auto durch Hannover fuhr und plötzlich ein Plakat sah, auf dem viele kleine Portraits junger Menschen abgebildet waren. Darunter stand groß (zumindest so groß, dass ich es gerade noch aus dem fahrenden Auto lesen konnte): 
Morgen geht's andlich los: 15.00 Uhr startet der Flieger von Hannover nach Wien.
Dann schmeckt nämlich nicht nur der Kaffee im Jelinik, sondern auch das Eis bei Zanoni besonders!